Darknet – Wie komme ich da hinein?

Im letzten Blog wurde auf das grösste Darknet hingewiesen, das TOR-Netz. TOR bedeutet ‘The Onion Router’. Es ist wie eine Zwiebel aufgebaut und verschleiert durch mehrere verschlüsselte Weiterleitungen die Identität der Nutzer.

Der TOR-Browser beschreibt sich selbst wie folgt:
Wir glauben, dass jeder in der Lage sein sollte, das Internet mit Privatsphäre zu erkunden. Wir sind das Tor Project, ein 501(c)(3) US-Nonprofit. Wir fördern die Menschenrechte und schützen deine Privatsphäre online durch kostenlose Software und offene Netzwerke. Link: https://www.torproject.org/de/  

  • Tor Browser isoliert jede Webseite, die du besuchst, so dass Tracker und Anzeigen von Drittanbietern dir nicht folgen können. Alle Cookies werden automatisch gelöscht, wenn du mit dem Surfen fertig bist. Das Gleiche gilt für deinen Browser-Verlauf.
  • Der Tor Browser verhindert, dass jemand der deine Verbindung beobachtet, weiss, welche Webseiten du besuchst. Jemand der deine Surfgewohnheiten überwacht, kann also nur sehen, dass du Tor benutzt.
  • Dein Datenverkehr wird dreimal weitergeleitet und verschlüsselt, während er über das Tor-Netzwerk läuft. Das Netzwerk besteht aus Tausenden von Servern, betrieben von Freiwilligen, die als Tor-Relays bekannt sind.

Um die Anonymität zu gewährleisten, leitet Tor jede Datenanfrage erst über zufällig gewählte Rechner, sogenannte Nodes, bevor du über einen Endknoten, den Exit Node, deinen Weg ins Internet findest.

Der erste Schritt, um ins Darknet zu kommen, ist der Download und die Installation des Tor-Browsers

Nachdem du Tor heruntergeladen und installiert hast, verbindet sich das System in der Regel problemlos mit dem Netz. Jetzt kannst du wählen: Entweder surfst du ganz normal im Clear Web, aber eben anonym und sicher vor neugierigen Datenkraken. Oder du machst dich auf zu einem Ausflug auf ‘die dunkle Seite’ des www. Dafür musst du sehr viel tiefer eintauchen ins virtuelle Universum der Netze.
Mit Google oder anderen klassischen Browsern kommt man dort jedoch nicht weiter. Im Schattenreich sucht man mit Ahmia.fi oder Torch. Auch Endungen wie .ch oder .com wirst du im Darknet nicht finden. Dort bestehen alle Seitennamen aus Buchstaben-Zahlen-Kombinationen und der Endung .onion.
Wer hinter diesen Seiten steckt, ist in den seltensten Fällen bekannt. Und es ist praktisch unmöglich, onion-Seiten zu zensieren oder aus dem Netz nehmen zu lassen.
Ein guter Startpunkt, um sich im Darknet einen Überblick zu verschaffen, ist ein Linkverzeichnis wie das ‘The Hidden Wiki’. https://thehiddenwiki.eu

Das Bewegen im Darknet alleine ist nicht illegal, wenn auch ein Sicherheitsrisiko. 
Soll ich im Darknet etwas kaufen? Lieber nicht, denn es gibt keinerlei Schutz vor Betrug. Und schliesslich müsste mir die Ware zugestellt werden, per Post oder per E-Mail. Und dann wäre das Thema Anonymität endgültig erledigt.

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